4. Bericht, aus Cochin, mit Informationen aus Koratla, Hyderabad, Visakhapatnam, Bangalore


„You can’t change the past, but you can ruin a perfect good present by worrying about the future.“ (Dieses gute Wort haengt hier im Buero.)

Hallo, Ihr Lieben!

Endlich der laengst versprochene Bericht. Die letzte eingetroffene Nachricht war nur ein Zeichen, dass es mich noch gibt und dass ich in Cochin auch angekommen bin, sozusagen die Vorhut.

Doch zuerst allen ein ganz herzliches Dankeschoen, die auf meine Nachrichten reagiert haben. Ich freue mich ueber jede Nachricht, bitte entschuldigt mich, wenn ich nicht allen geantwortet habe. Ich bin froh, wenn ich nicht noch mehr schreiben muss.

Bitte antwortet direkt auf meine eigene mail-adresse. Das erspart meinen Lieben in der Diemelstrasse einiges an Arbeit. Danke schoen oder “nanni”, wie es hier heisst; Schwester.Myriam@web.de

Mittlerweile habe ich auch meine Adresse:
Schwester Myriam
#35 / 761
North Janatha Road
Palarivattom
Cochin – 682 025
Kerala – India
Fax: 91 – 484 – 339 403

Bei diesen Berichten muss ich etwas tun, was ich in einem Medienseminar eben lernte nicht zu tun: an die verschiedensten Adressaten den gleichen Bericht zu schreiben. Ich hoffe einfach, dass sich alle von den Nachrichten ansprechen lassen, die sie interessieren. Der Rest ist fuer andere bestimmt.

Ich muss nochmals bei Koratla anfangen. In dieser Gemeinschaft habe ich mich sehr wohl gefuehlt. Ich war bei den MSFS voll integriert, was in Indien alles andere als selbstverstaendlich ist. In dieser Ordensprovinz sind vor allem Tamilen, ein Volk zu dem ich schon immer einen besonderen Draht hatte. Ihre Kultur ist wohl die aelteste von ganz Indien und muss einst bis Pakistan verbreitet gewesen sein, bis die Arier sich den Subkontinent erobert haben. Heute ist Tamil Nadu ein sehr armes Land an der Suedspitze Indiens. Hier in Kerala sind die Tamilen, was die Italiener in den 60iger Jahren fuer uns waren.

Ich liebe diese Menschen. Sie sind sehr bodenstaendig, einfach, und vergessen ihre Wurzeln nicht, auch wenn sie studiert haben. Wenn sie gruen sagen, dann meinen sie auch gruen. Bei den Malayaren, den Leuten aus Kerala, ist es viel schwieriger auszumachen, was sie gerade meinen. Sie sind meistens auch viel gebildeter und geschickter. Wenn ein Tamile einen Doktortitel hat, hat der Malayare bestimmt zwei. Alle Klostergemeinschaften, die ich besucht habe, werden von einen Malayaren geleitet.

Auch Pater Jose Marie kommt aus Kerala, in vielem allerdings sehr untypisch. Er ist viel gereist und von einer Gewissenhaftigkeit und Genauigkeit, die jedem Deutschen Konkurrenz macht. Er hat mir viel aus seiner Kindheit erzaehlt. Wir sind gleich alt. Er kommt aus einer ganz hohen Kaste, wahrscheinlich ein Brahmane, aber das sagte er nicht so genau. Als Kinder haetten sie sich ueberhaupt nicht darum geschert, aber dann wurden sie erzogen. Die Highcast–Leute gingen in eine andere Kirche als die Lowcasts!! Heute ist Kerala wohl der indische Staat, in dem die Kasten am wenigsten zu sagen haben, aber in den Koepfen und leider auch in der Kirche, die ja auch immer Spiegelbild der Gesellschaft ist, geistert noch mehr vom Kastenbewusstsein herum, als einem lieb sein duerfte.

Wir haben miteinander gegessen, gebetet, sehr gute Gespraeche gefuehrt und auch viel gelacht. Es ist erstaunlich, wenn ein junger indischer Pater fragt: Wie gehe ich mit einer vergewaltigten Frau um? Frieden und Gewaltfreiheit waren sehr oft unser Thema. Ich hatte Pater George gedroht, ich wuerde ihm Druck machen, wenn er sein Friedensbild nicht veroeffentlicht. Mittlerweile habe ich mit einer Studentin der Menschenrechte und Hostess der Air India im Medienseminar ein erstaunlich gutes Projekt erarbeitet, komme aber nicht dazu, daran weiter zu basteln. Und bei jedem Anruf macht Jose Marie Druck…

Wir haben auch viel miteinander gelacht. Ich sollte lernen wie Inder aus der Wasserflasche zu trinken, nicht wie ein Baby mit dem Mund an der Flasche nuckeln. Die Inder schuetten sich das Wasser aus 20 cm ins Gesicht und das moeglichst bei fahrendem Jeep. Ins Gesicht habe ich mir das Wasser zwar geschuettet, aber mit dem Abfluss hat es nicht geklappt…

Ein anderes Mal brachte ich den vieren einige Haselnuesse, die ich von zu hause mitgebracht hatte. Die gibt es in Indien nicht. Als ich etwas spaeter ins Esszimmer kam, sassen alle um den Tisch und bissen Haselnuesse auf…

Es waren eben Schulferien. So haben mich drei von vieren nach Hyderabad begleitet und Pater Jose Marie ist dann bis Vishakapatnem, mehr als 1000 km, an die Ostkueste mitgefahren. Dort ist das Provinziat. In Hyderabad haben sie mir unglaublich viel, vor allem islamische Kultur, gezeigt, manchmal auch mehr als mir lieb war bei 40 Grad Hitze. Sie waren von einer unglaublichen Grosszuegigkeit. Ich durfte nichts, aber auch gar nichts bezahlen.

In Hyderabad habe ich dann auch den ersten Sturm erlebt. Weil wir zum Bahnhof fahren sollten, stand der Van ausnahmsweise vor dem Haus. Ich hoerte Regentropfen und rannte hinaus. Da brach gerade der Baum zusammen, unter dem das Auto sonst stand. Die Kinder, die auf dem Schulhof ein Mannschaftsspiel spielten, machten unbeirrt weiter. Die Dachtraufe glich einem Hochdruckfass. Die Kinder setzten sich darauf und liessen sich wegspeien. Die Strasse zum Bahnhof war knietief unter Wasser, was den Verkehr ueberhaupt nicht stoerte. Nur die Fussgaenger haben es dann nicht so gut. Auf sie wird am wenigsten Ruecksicht genommen. Jeder Bus und jeder Jeep rauscht mit einer riesigen Wasserfahne vorbei. Es muss ein Gefuehl sein wie in einer Autowaschanlage…

In Vishakapatnam wohnten wir in der Gemeinschaft von Pater Baby George. Er ist einer der groesstgewachsenen Inder, die ich je gesehen habe. George ist wohl sein Familienname (auf dem Foto ganz rechts). Gerufen wird er beim Vornamen, ein sehr ueblicher Vorname in Kerala. Er leitet eine Buchdruckerei mit vielen Lehrlingen. Er ist nun der 3. im Bunde fuer unser Kartenprojekt. Wiederum habe ich jede Menge hoeherer und weiterfuehrender Schulen gesehen, welche von den MSFS geleitet werden. Dabei habe ich auch Pater Varkey getroffen, den ich vier Jahre vorher in Kerala in einem Ayurveda-Spital kennen gelernt hatte. Er war auch mal in Paderborn gewesen und hatte dort einen Pater Esser gekannt. Der ist zwar nicht mehr in Paderborn, aber mit dem bin ich zufaelligerweise befreundet. So gibt es also wieder Verbindungen und Gruesse schwirren hin und her. Unsere Welt ist wirklich ein Dorf.

Es fiel mir schwer Abschied zu nehmen und mich fuer ueber 1000 km wieder in den Zug zu setzen und nach Bangalore zu fahren.

Dort traf ich Sister Claire (auf dem Foto links), eine Kuenstlerin und Kollegin von Lucy d’Souza, welche einige der wunderschoenen Hungertuecher in Deutschland malte. Eigentlich sollte Claire das tun, aber sie wollte nicht nach Deutschland kommen. Claire stammt aus Andrah Pradesch, konvertierte ganz jung zum Christentum und wurde Nonne. Ihre Verwandten leben ganz arm immer noch in Andrah Pradesh. Besonders die Geschichte ihrer Nichte Jothy hatte mich sehr bewegt. Eine liebe Schulkollegin hatte mir Geld gegeben, um “etwas Gutes “zu tun. Das wollte ich Jothy bringen. Ich hatte mich bei mehreren Personen erkundigt, wie ich ihr helfen koennte, denn ich wollte ihr ja nicht einfach nur Geld geben. Es heisst doch, man soll den Leuten nicht einen Fisch geben, sondern sie fischen lernen, damit sie alle Tage zu essen haben. Allesamt haben mir gesagt, zuerst braucht Jothy Essen, das ist ein Grundbeduerfnis. Als man Mutter Teresa einmal Vorwuerfe machte, sie wuerde nur Fische verteilen, antwortete sie: Meine Leute sind zu schwach, um selber zu fischen. Das sollte ich nun erfahren, und ich bin sehr froh, um diese Erfahrung. Das meiste des Geldes habe ich uebrigens Sr. Claire gegeben zum verwalten. Sie wird davon vor allem Medikamente kaufen. Und das ist die traurige Geschichte einer jungen Frau, wie es unzaehlige noch traurigere in Indien gibt.

Jothy heisst eigentlich Licht. Sie lebt in einem sehr armen Teil von Andrah Pradesh, vier Stunden Busfahrt, noerdlich von Bangalore. Mit 15 wurde sie an einen Polizisten verheiratet. Ihr Vater musste das kleine Haus verkaufen, um die Aussteuer zu bezahlen, aber bei einem Polizisten sollte sie es gut haben. Statt gut haben gab es Pruegel mit dem Polizeistock, auch auf den Kopf. Was das alles auch an Vergewaltigung geheissen haben mag, daran denkt man besser nicht. Jothy wurde schwer psychisch krank, wahrscheinlich auch epileptisch. Als sie auch noch herausfand, dass ihr Mann an jedem Ort, wo er stationiert gewesen war, auch noch eine Familie hatte, riss sie aus und kehrte zu ihrer Familie zurueck. Eine dramatische Scheidungsaktion folgte. Als der Polizist eine Elfjaehrige heiratete, kam das Ganze in die Presse. Der Polizist landete im Knast. Sr. Claire meint allerdings, der haette genug Geld, um sich da rauszukaufen.

Jothy wohnte nun bei ihren mittlerweile verarmten Eltern, die nach indischer Sitte eigentlich bei ihr haetten wohnen muessen, nachdem der Vater alles fuer sie hergegeben hatte. Wehe dem Landlosen auf dem Land! Er wird es kaum schaffen seine Familie zu ernaehren. Die Arbeitskraft gilt sehr wenig. Jothys Bruder verdient als Telefonist 1000 Rupien im Monat (20 Euro), 500 bezahlt er fuer die Wohnung. Mit dem Rest muss er seine Frau und zwei Kinder ernaehren. Seine Soehne galten bis jetzt als sehr begabt in der Schule, aber mehr Schule, mehr Kosten… Deshalb wird in einem Land gehungert, in dem eigentlich genug zu essen fuer alle waere.

Jothy musste zum Arzt. Der verschrieb ihr als erstes einen neuen Mann. Sie brauche Liebe. Aber wer heiratet schon eine geschiedene Frau und erst noch eine mittellose?

Schliesslich meldete sich ein armer Kuli, selber so arm, dass er keine andere Frau bekam. Die Ehe wurde geschlossen und das taegliche Essen bestand vor allem aus Psychopharmaka, fuer welche Sr. Claire irgendwie aufkommt. Sie hatte auch Elektroschocks…So haette sie sich auch noch einen Job suchen sollen, um wenigstens ihr Essen zu verdienen. Besonders liebevoll wird sie von ihrem Mann auch nicht behandelt. Diese kranke Frau zu ertragen ist sicher auch nicht einfach. So bleibt er ganze Naechte weg, bringt ihr eines Tages vielleicht Aids heim…. Ich haette ihn gerne gesehen, aber er hat sich nicht gezeigt, vielleicht hat er sich auch geschaemt, vielleicht hatte er Angst noch von einer andern Frau als von seiner Schwiegermutter Vorwuerfe zu bekommen. Jothys Vater ist mittlerweile gestorben, die Mutter lebt mehr schlecht als recht bei einem Sohn. Ich habe Sr. Claire eingeschaerft, es ja nicht mehr zuzulassen, dass Jothy nochmals verheiratet wird, wenn diese Ehe wieder in Brueche geht. Ich habe gut reden. Zwei Frauen in Indien allein, das ist sehr schwierig. Einer der MSFS-Patres hatte mich gebeten, einen Brief fuer Bekannte ins Deutsche zu uebersetzen, in dem er beschreibt, das sein Bruder an Krebs gestorben ist. Jetzt ist kein Mann mehr im Haus, also ist er, der Pater jetzt verantwortlich.

Ich habe die drei Frauen zum Mittagessen ins Hotel eingeladen. Es gab Lamm mit Reis, etwas vom Teuersten. Ich habe etwa drei Euro dafuer bezahlt. Jothy ass erwartungsgemaess die Haelfte meiner Portion auch noch auf. Die Reste von Mutter und Tante liessen sie einpacken, fuers Abendbrot….

Ich habe mich natuerlich gefragt, welchen Sinn eine solche Aktion hat. Fuer Jothy und ihre Mutter war einfach einmal Weihnachten gewesen. Sie konnten auch die Miete am Anfang des Monats begleichen. Ausserdem hebt es das Ansehen der Leute, wenn Weisse (offensichtlich eine hoehere Kaste) zu Besuch kommen. Jetzt ist wieder Alltag, aber es gibt ein Wort, an das ich selber auch oft denke: „Erinnerungen sind wie Rosen im Winter. Sie erhalten die Hoffnung, dass es wieder Fruehling werden koennte.“

In Bangalore habe ich auch meinen verehrten Professor Ramaswami (auf dem Foto rechts neben Sr. Claire) getroffen. Er ist fuer mich so etwas wie ein Prophet. Er ist ein ueberzeugter Hindu-Philosoph, ehemals ein maechtiger und einflussreicher Mann, der unglaublich viel in seinem Leben geleistet hat. Er hat an verschiedenen Hochschulen doziert. Jetzt ist er bald 80 und reist immer noch, um Vortraege zu geben. Er hat eine Organisation zur Bewahrung der Schoepfung, zum Lindern von Leid der Tiere und zum Wohle der Menschen ins Leben gerufen. Das letzte waere ja ganz schoen, aber die beiden ersten Punkte lassen ihn zum Prophet im Vaterland werden, ueber den gespottet wird. Er hat ein Tierheim, einen kleinen botanischen Garten und eine Academy fuer Kultur und Kunst. Er speist aber auch 50 Strassenkinder. Das weiss meistens keiner. Fuer vieles wurden ihm jetzt oeffentliche Gelder gestrichen. Jetzt geht es an sein eigenes Vermoegen, aber er macht weiter. Deshalb auch noch die Vortragsreisen in seinem, fuer indische Verhaeltnisse, patriarchalischen Alter. Geld aus dem Westen will er nicht.

Er hat auch einen Club fuer Reiche, so eine Art Rotary-Club, gegruendet. Der scheint zwar gut besucht zu sein, aber zu seiner Enttaeuschung teilen die Reichen seine Einstellung nicht, nicht einmal sein einziger noch lebender Bruder. Prophetenschicksal!

Professor Ramaswami engagiert sich auch fuer Frieden und interreligioesen Dialog. So habe ich ihn kennen gelernt.

Ich persoenlich habe sehr vieles von ihm gelernt, Allgemeinwissen, als auch fuer meinen christlichen Glauben, vor allem seine spirituelle Art Leid zu ertragen statt aufzugeben oder sich schmollend zurueck zu ziehen. Am liebsten haette er mich fuer die folgenden Monate als Praktikantin behalten. Bei ihm ein Praktikum machen zu koennen, ist eine besondere Chance. Ich habe gesehen, wie er mit seinen Dienern umgeht. Er behandelt sie wie Soehne. Er moechte zwei Praktikanten haben, damit einer nicht allein ist. Allein zu sein ist in der Vorstellung eines Inders das Schlimmste. Ob zwei Frauen oder Maenner, spielt fuer ihn keine Rolle, nur niemand, der ihn bekehren will. (Im Moment sind die vielen Konversionen Tagesgespraech.) Obwohl er auch viel in Europa war, kann er sich wie die meisten Inder kaum vorstellen, dass Europäer sehr oft religioes indifferent sind. Religion ist doch ein Teil unseres Seins. Das sollten wir vertiefen, nicht konvertieren. (Ramaswami)

Ich waere sehr gluecklich, wenn durch IFOR oder das Schalomdiakonat oder wen auch immer zwei gute Praktikanten gefunden wuerden. Meiner Meinung nach waere es fuer zwei Maenner einfacher, weil mehrere junge Inder im Haus sind.

Wer mehr ueber ihn wissen will, kann es im Internet versuchen: www.google.de/ cartman, Bangalore.

Mit Professor Ramaswami konnte ich leider nicht wie vorgesehen, kirchliche Persoenlichkeiten besuchen. In der Ferienzeit scheint in Indien alles unterwegs zu sein. Aber wir waren bei Mary, einer Frau, mit einer einmaligen Ausstrahlung. Mary ist Kanadierin. Sie sieht aus wie eine 30 jaehrige Studentin. Vor 24 Jahren kam sie nach Indien, inspiriert durch Mutter Teresa, der sie dann aber nie persoenlich begegnet ist. Sie hat zwei Jahre spaeter einen Indonesier geheiratet, dem sie ZEHN Kinder geboren hat. Sie lebt ganz aus dem Glauben. Ihr Leben widmet sie den geistig Behinderten.

Ich habe auch meine alte Schule in Bangalore besucht. Der Direktor war eben in Europa und der stellvertretende Direktor in Exerzitien. So konnte ich Pater Henri erst am vorletzten Tag begegnen. Pater Henri und ich haben eine ganz besonders Geschichte zusammen, abgesehen davon, dass ich ihn als Professor ueberaus geschaetzt habe. Vor etwa 15 Jahren machte in Solothurn ein indischer MSFS ein Praktikum. Er las auch einmal in unserem Kloster die Messe. Das war’s dann auch. Ich dachte nicht daran, dass ich je nach Deutschland kommen wuerde und schon gar nicht nach Indien. In Muelheim an der Ruhr habe ich Pater Antony, den Direktor dieser Schule, kennen gelernt, der mich dann eingeladen hat. Ich kam nach Indien, ein Milliardenvolk, komme in die Schule rein … und werde von Pater Henry begruesst.

Er ist Professor fuer Schoepfungs- oder Umwelt-Spiritualitaet. Man kann bei ihm auch den Doktor machen. Als er vor vier Jahren mit den Seminaren angefangen hat, tat er mir sehr leid. Er haette ebenso gut ueber die Spanischbroetlibahn dozieren koennen. Mittlerweile ist er anerkannt. Die Schule hat er in ein Gartenparadies verwandelt und ueberall ist es sauber. Im Allgemeinen habe ich den Eindruck, dass das Umweltbewusstsein in Indien und speziell in Bangalore gewachsen ist.

Im Institut leben auch drei der vier Schwestern, die ich letzten Advent in Overbach begleitet habe, die ich aber von frueher kannte. Das war ein Hallo! Sie erklaerten jedem, der es wissen wollte, dass ich ihre Mutter waere.

Das war also Bangalore. Seit einigen Tagen versuchte ich, in Cochin anzurufen und meine Ankunft zu melden, aber das klappte nicht. Ich stand also wieder mit meiner „Frau Mueller in Frankfurt“-Adresse da. Gott sei Dank stammt Professor Ramaswami aus Cochin. Dank seinen vielen Bekannten fand er die richtige Telephonnummer bald heraus. Die CAP war in der Zwischenzeit umgezogen. Beziehungen sind alles in Indien.

Meine Lieben,
das war’s fuer heute. Irgendwann muesst Ihr ja auch noch lesen. Meine Ankunft in Cochin und in welchem Tempo es gleich weiter ging, erfahrt Ihr bei Gelegenheit. Ausserdem bricht gleich ein Sturm los. Wer weiss, wie lange noch Strom ist!

Bis bald, die herzlichsten Gruesse Eure Schwester Myriam

weiter zum 5. Bericht...


Dieses Dokument wurde veröffentlicht auf http://www.wethen.de